Deutsche Bank - eine Verlusterfahrung


Wenn man den Namen Deutsche Bank hört, denkt man an Geld, sehr viel Geld und an grenzenlose Macht, einen Global Player, der immensen Einfluss auf die weltweite Politik hat, seine Vernetzung mit der Industrie und die weitreichenden Kapitalverflechtungen. Man denkt auch an das dämliche Victory-Zeichen des Herrn Ackermann, seine dunklen Machenschaften im Geldgeschäft, an Beihilfe zur Steuerhinterziehung und an die Finanzkrise, für die die Deutsche Bank maßgeblich mitverantwortlich ist, indem sie Kunden und Öffentlichkeit bewusst getäuscht hat, Wetten schloss auf den Verlust von Papieren und beim Betrug im Zusammenhang mit Hypothekenfinanzierungen falsche Informationen gab, vom Weiterverkauf dieser Hypothekenkredite profitierte, während tausende Amerikaner zahlungsunfähig wurden und die US-Regierung Hunderte von Millionen Dollar an Versicherungsansprüchen zahlen musste.

Auch wenn die Deutsche Bank behauptet, dass sie selbst herbe Verluste im Immobiliengeschäft zur Zeit der Krise erlitten hat und erklärt, dass sie die professionellen Anleger und Kunden über die erheblichen Risiken aufgeklärt hat, so kam dieses Geldinstitut doch erstaunlich gut durch die letzten schwierigen Jahre. Kein Wunder, denn es ist zu bezweifeln, dass die Deutschen Bank wirklich über die hohen Risiken beim Erwerben und Verwalten von den von ihnen empfohlenen Fonds ehrliche Informationen gegeben hat. Aufgrund der Erfahrungen von Freunden und auch denen, die mein Vater mit der Deutschen Bank machen musste, kommt man leider zu der Erkenntnis, dass die Deutsche Bank ihre Berater so geschult hat, mitunter ganz bewusst zu täuschen und zu lügen und hochriskante Papiere zu verkaufen, an denen vor allem die Bank selbst kräftig verdient und das auf Kosten von ahnungslosen Kunden.

So ist es meinem Vater ergangen, dem ein teures Depot mit solchen spekulativen Fonds von seinem Berater angelegt worden war. Durch die Finanzkrise und die damit verbundenen hohen Verluste, wurde offenbar, um welche Strategie es sich bei Beratungen durch die Mitarbeiter der Deutschen Bank wirklich handelt. Nämlich die, mit allen Mitteln so viel Profit aus dem Kunden herauszuholen, wie es nur geht und ihn eben nicht aufzuklären, was im Einzelnen gespielt wird, denn die Bank gewinnt immer. Das ist wie beim Roulette, nur das es in diesem Fall den Anschein von Seriosität pflegt, doch im Grunde genommen nichts weiter als den Kunden in verdeckter Gaunermanier auszunehmen.

Mit Hilfe eines unabhängigen Experten, einem Wirtschaftswissenschaftler, gewann mein Vater ungeahnte und erschreckende Einblicke in diese undurchsichtige Welt der Finanzen. Seinem Berliner Berater, Herrn Joachim Marchner, hat mein Vater volles Vertrauen entgegengebracht, als dieser ihm im Jahr 2005 vorschlug, sein Geld in Aktien- und Rentenfonds anzulegen, dabei wurde meinem Vater eine sichere Anlage mit großen Gewinnchancen versprochen. Was das für Papiere waren, das wusste mein Vater nicht, es interessierte ihn auch nicht weiter, er war zu diesem Zeitpunkt schon an Krebs erkrankt, was Herr Marchner auch wusste. Dann kam die Finanzkrise, mein Vater erfuhr davon aus der Presse und rief seinen Berater an, der beschwichtigte nur, dass sich das wieder geben würde und er machte keinerlei Vorschläge, ob man sich vielleicht von einzelnen Fonds trennen sollte. Die Verluste stürzten aber ins Bodenlose, zudem war in den Medien plötzlich von Falschberatungen der Banken die Rede, auch bei der Deutschen Bank. Daraufhin ließ mein Vater einen unabhängigen Experten die ganze Angelegenheit prüfen.

Die Ergebnisse waren schockierend, nicht nur, dass es sich bei fast allen Fonds um qualitativ minderwertige und hochriskante Produkte, teilweise mit Wettcharakter, handelte, die zudem überproportional teuer waren, davon die meisten auch einen direkten Bezug zur Deutschen Bank hatten, an denen letztendlich nur die Bank verdient hat in Form von Provisionen wie Ausgabenaufschläge und Kickbacks, meinem Vater wurde auch noch unterstellt, dass er über gute Kenntnisse des Börsengeschehens verfügen soll und in die höchste Risikogruppe eingestuft worden war. Das geht aus einem Wertpapierhandelsbogen hervor, den mein Vater nicht kannte, der auch nicht unterschrieben, sondern mit willkürlichen Kreuzen in der Mitte ausgestattet war. Dieser Kapital-Anlage-Check beinhaltete eine Laufzeit von acht Jahren, was bei der schweren Erkrankung meines Vaters nicht gewollt sein konnte.

Auch die Einstufung in die höchste Risikoklasse, die man eigentlich nicht für Rentner empfiehlt, überraschte meinen Vater, denn er hatte zuvor nie gehört, dass es überhaupt so eine Einteilung in Gruppen gab. Der Experte mahnte auch an, dass der Berater keine sogenannten Stop-Loss-Marken oder ähnliches gesetzt hat, das wäre bei diesen immensen Verlusten nötig gewesen, dieser Vorschlag wurde meinem Vater aber in keiner Weise unterbreitet, außerdem waren im Portfolio meines Vaters nur aktiv gemanagte Fonds, die unnötig teuer sind. Der Experte zitierte auch andere unabhängige Analysehäuser, die bestätigten, dass die Auswahl dieses Depots eine katastrophale Qualität aufwies, einzelne Fonds zu komplex und die Gebühren zu hoch waren.

Als mein Vater dies alles erfuhr, bat er Herrn Marchner um die Beratungsprotokolle, die jedoch mit der Begründung, dass es interne Notizen seien, verweigert wurden. Außerdem setzte mein Vater die Deutsche Bank darüber in Kenntnis und bat um Stellungnahme, ein klärendes Gespräch mit seinem Berater und einem verantwortlichen Leiter der Bank und um ein finanzielles Entgegenkommen. Das Gespräch mit Herrn Marchner und dem Filialleiter Herrn Torsten Thöns kam dann auch zustande, allerdings mit wenig erfreulichem Inhalt.

Es begann schon damit, dass dieser Filialleiter meinem Vater unterstellte, dass möglicherweise ein Tonband mitläuft, zudem war sein Tonfall arrogant und rüde, er versuchte, meinen Vater einzuschüchtern, hörte nicht zu und fiel ihm ständig ins Wort. Mehrfach versuchte mein Vater seinen Berater dazu zu bewegen, die Dinge so darzulegen, wie sie gewesen sind, aber Herr Marchner stritt alles ab, stellte meinen Vater als einen ausgewiesenen Experten dar, der jederzeit in der Lage gewesen ist, sich selbstständig um die Verlustbegrenzen seiner Fonds zu kümmern. Daraufhin wollte mein Vater die Notizen von den Beratungsgesprächen sehen, was wiederum verweigert wurde. Dass mein Vater schwer erkrankt und gar nicht in der Lage war, sich mit Fonds-Käufen und Verkäufen zu beschäftigen, wurde nicht berücksichtigt, er sei selbst Schuld an seinen Einbußen, ebenso wurde bestritten, dass das Wertpapierdepot zum größten Teil von minderer Qualität und hochriskant war, auch wenn die Verluste für sich sprachen. 

So wie dieses Gespräch verlaufen ist, war eine Einigung seitens der Deutschen Bank gar nicht vorgesehen, der Einwand, dass es sich eindeutig um einen Beratungsfehler handelt, wurde brüsk abgewiesen. Zum Lügen waren sich die Mitarbeiter nicht zu schade und zum Verkünden, dass sie das Wohl der Kunden in den Vordergrund stellen, was angesichts dieses Vorgangs meinem Vater wie eine Verhöhnung vorkommen musste. Eine Klage hatte mein Vater in Erwägung gezogen, jedoch ließ sein Gesundheitszustand dieses leider nicht zu. Es gibt viele Fälle wie diesen, dass Menschen ihre Ersparnisse durch Falschberatung und zu hoher Vertrauensseligkeit in das Bankensystem verloren haben. Ganze Existenzen wurden im Rahmen von verlogenen Angeboten und miserablen Anlegepapieren zerstört, während die Deutsche Bank hervorragend daran verdient hat und sich in der Öffentlichkeit ganz ungeniert weiterhin als integer, anständig und vertrauenswürdig präsentiert.

Aber wie sagte schon Bertolt Brecht:
Was ist ein Einbuch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“


Zur genauen Information sind noch folgende Texte in Auszügen angehängt:

1. Brief meines Vaters an die Deutsche Bank

2. Antwortschreiben der Deutschen Bank

3. Erneuter Brief meines Vaters

4. Protokoll des Gespräches zwischen meinem Vater, dem Berater und dem Filialleiter

5. Einschätzungen des unabhängigen Experten


1. Brief meines Vaters an die Deutsche Bank

Herrn Joachim Marchner kenne ich schon seit einigen Jahren, als er noch bei
der Citibank arbeitete. Er hatte mein volles Vertrauen in
Geldangelegenheiten. Im Jahr 2005 unterbreitete er mir den Vorschlag, Geld
in Fonds bei der Deutschen Bank anzulegen. Ich ließ bei dieser Entscheidung
Herrn Marchner absolut freie Hand, da ich über keinerlei Kenntnisse bei
diesen Geschäften verfüge, zudem war ich zu diesem Zeitpunkt bereits an
Krebs erkrankt, was Herr Marchner auch wusste.

Ich erinnere mich genau, dass ich ihm sagte, dass er allein entscheiden
könne, welche Anlage solide und sicher sei, worauf er mir zusicherte, dass
ich mich auf ihn absolut verlassen könne.
Als es in den letzten 12 Monaten zu Komplikationen an der Börse kam, rief
ich ihn an und fragte, ob mein Vermögen nach wie vor sicher sei und ob er
etwas unternehmen will. Er meinte, dass man abwarten solle, die Lage würde
sich beruhigen.

Inzwischen beliefen sich die Verluste, die ich auf Basis der
Empfehlungen von Herrn Marchner erlitten habe, auf einen Betrag im hohen
fünfstelligen Euro-Bereich.
Daraufhin informierte sich meine Tochter bei einem unabhängigen
Wirtschaftswissenschaftler über die Umstände, wie es dazu kommen konnte. Sie
bat Herrn Marchner um Auskunft über die einzelnen Fonds und den
Wertpapierhandelsbogen und um die Notizen der Beratungsgespräche mit Herrn
Marchner.

Dieses Dokument, den sogenannten KapitalAnlageCheck, hatte ich zuvor noch
nie gesehen. Und dies obwohl Herr Marchner auf der zweiten Seite des
Wertpapierhandelsbogens angekreuzt hat, dass er mir eine Kopie des
KapitalAnlageChecks am 10.11.2005 ausgehändigt hat. Ich möchte ausdrücklich
betonen, dass dies nicht der Fall war und ich dieses Verhalten als sehr
befremdlich empfinde. Ich wusste noch nicht einmal, dass so etwas wie ein
Wertpapierhandelsbogen überhaupt existiert.

Der unabhängige Experte klärte meine Tochter auf, dass ich in die höchste
Risikoklasse eingestuft worden bin. Er wies ebenfalls darauf hin, dass
Kundenberater gesetzlich dazu verpflichtet sind, Anleger darüber zu
informieren, in welche Risikoklasse sie eingeordnet wurden. Dies ist
entgegen der gesetzlichen Vorschriften in meinem Fall nicht geschehen. Ich
wurde nicht über meine Einstufung informiert und wusste bis vor kurzem noch
nicht einmal, dass man als Kunde überhaupt in verschiedene Risikoklassen
eingeordnet wird bzw. dass diese existieren.

Weiterhin wies der unabhängige Experte darauf hin, dass ich bezogen auf das
Anlageziel in die Kategorie "Wachstum" eingeordnet wurde, die mit einem
indikativen Aktienanteil von 75 % einhergeht. Auch davon habe ich nichts
erfahren. Wie ich mittlerweile erfahren habe, ist ein solch hoher
Aktienanteil für eine 25- bis 30-jährige Person passend, so dass sie in
Anbetracht meines Alters als völlig unpassend einzustufen ist.

Dem Wertpapierhandelsbogen war außerdem zu entnehmen, dass der
Planungshorizont für die Geldanlage bei 8 Jahren lag, was ich nicht gewollt
habe und schon alleine aufgrund meiner Krebserkrankung als völlig unpassend
einzuordnen ist.

Zudem zeigte der unabhängige Experte auf, dass die Tatsache, dass bei den
Wertpapiererfahrungen überall das Kreuz in der mittleren Spalte "1 bis 3
Jahre" gemacht wurde, völlig unrealistisch ist und zeigt, dass keine
angemessene Befragung stattgefunden haben kann, weil ein Anleger mit leicht
verständlichen Produkten beginnt und sich erst anschließend mit sehr viel
mehr Erfahrung an komplizierte Wertpapiere heranwagt statt mit sämtlichen
Produkten gleichzeitig zu beginnen. Ich weiß bis heute nicht, was z.B.
strukturierte Wertpapiere oder Aktienanleihen sind, trotzdem wurden diese
Kästchen angekreuzt. Ich empfinde auch dieses Verhalten als sehr
befremdlich.

Angesichts meiner Lage handelt es sich um einen massiven Beratungsfehler,
mein Fehler war mein blindes Vertrauen in Ihren Berater.
Außerdem wurden die Auswahl der Fonds von dem Experten größtenteils als
mangelhaft und viel zu spekulativ eingeschätzt, was mich mehr als
verwundert. 
Ich wollte niemals in einem solchen Ausmaß diese spekulativen Anlagen, weil
sie in meinem Alter unpassend sind.

Der Wirtschaftswissenschaftler, den meine Tochter dazu befragte, 
erklärte ihr, dass das Landgericht Hamburg solche Papiere in einem Urteil als 
"reine Spekulationspapiere mit Wettcharakter"
bezeichnet hat und sich dabei wie folgt äußerte:
"Die von der Beklagten als Emittentin aufgestellten "Spielregeln"
hinsichtlich der Zinszahlung und Kapitalrückzahlung seien so kompliziert,
dass sie nur bei näherem Hinsehen ihren Wettcharakter offenbart hätten und
aus der Beschreibung heraus für einen normalen Verbraucher weder leicht
verständlich noch in ihren wirtschaftlichen Zusammenhängen überhaupt zu
durchschauen gewesen seien."

Ich verstehe wie gesagt bis heute nicht, worum es sich bei diesen
Zertifikaten genau handelt, aber diese Worte erschrecken mich und ich fühle
mich von Herrn Marchner völlig falsch beraten. Ich wollte niemals eine
solche Wette abschließen und wurde von ihm auch nicht darüber informiert,
dass ich mit dem Kauf dieser Zertifikate eine Wette abschließe. Auch dies
empfinde ich als sehr befremdlich.

Der unabhängige Experte wies meine Tochter zudem darauf hin, dass ich an Ihr
Institut offensichtlich Gebühren im fünfstelligen Euro-Bereich gezahlt haben
könnte.

Mir war nicht bewusst, dass ich solche hohen Provisionen zahlen musste.
Wie ich mittlerweile erfahren habe, wäre Ihr Institut gesetzlich
dazu
verpflichtet gewesen, mir sämtliche Kosten, die beim Kauf der
Wertpapiere
entstanden sind, zu nennen. Dies ist nicht geschehen. Ich
empfinde dies als sehr ärgerlich.
Ich habe den Eindruck, dass es Ihnen
einzig und allein darum ging,
möglichst hohe Provisionen einzustreichen.


Dass ein guter Anlageberater mit Strategien zur Verlustbegrenzung arbeitet,

habe ich auch erst durch den Experten erfahren, darüber hätte Herr Marchner
ebenfalls verfügen oder zumindest dieses vorschlagen müssen.
Stattdessen sah
er zu, wie manche der Fonds Verluste von 60 % und
mehr verzeichneten.


Meine Tochter bat Herrn Marchner um die Beratungsprotokolle,
dieser war aber
nicht bereit, seine Notizen, wie er sagte, offen zu legen.
Wenn er mich
seiner Ansicht nach richtig beraten hat, verstehe ich nicht,
warum er nicht
dazu bereit ist, seine Beratungsprotokolle zu zeigen.
Wenn er angeblich
keinen Fehler gemacht hat und mich richtig beraten hätte,
müsste er auf der
Stelle dazu bereit sein, diese Notizen offenzulegen.
Wenn er dies nicht
macht, erweckt dies den Eindruck,
dass er Fehler verheimlichen möchte.

Ich erwarte ein faires Verhalten von einer Bank, der ich vertraue.



2. Antwortschreiben der Deutschen Bank


Entschuldigung für die lange Bearbeitungszeit. (halbes Jahr).


Unsere Rückfrage bei Herrn Marchner ergab, dass Sie in 2005 Ihr Wertpapierdepot von der Citibank, wo Sie Herrn Marchner in 2003 kennen lernten, zur Deutschen Bank übertrugen. Anlässlich der damaligen Konto-und Depoteröffnung besprach Herr Marchner mit Ihnen Ihren Vermögenshintergrund, Anlageerfahrung,-strategie, -ziel und -horizont für das Depot. Das Gesprächsergebnis wurde in einem Kapital-Anlage-Check dokumentiert. Sie wählten für das Depot eine Wachstumsstrategie, die auf gesteigerte Erträge und Kursgewinne ausgerichtet ist. Damit fand die bei der Citibank eingeschlagene Anlagestrategie ihre Fortsetzung.


Im Weiteren gaben Sie an, Herr Marchner habe über die Auswahl der Anlagen selbst entscheiden sollen, da Sie keinerlei Kenntnisse in diesem Bereich gehabt hätten. Dem steht jedoch entgegen, dass Sie mit uns keinen Vermögensverwaltungsvertrag abgeschlossen haben. Demzufolge können wir als Bank nur auf Kundenwunsch und Ihre Entscheidung hin Wertpapiergeschäfte tätigen. Herr Marchner hat sich in seinen Beratungen und Empfehlungen im Normalfall auf Bankeinschätzungen bezogen, die entsprechenden Anlagen mit Ihnen besprochen und dann Ihrer Entscheidung folgend die Order getätigt.


Darüber hinaus verweist Herr Marchner darauf, dass es mit Ihnen mehrmals im Jahr telefonische und auch persönliche Gespräche zu Ihren Konten und Anlagen geführt hat. In diesen Anlagegesprächen wurden Sie über die Konto-und Depotentwicklung informiert. Die negative Entwicklung insbesondere im Jahr 2008, beeinflusst durch die Finanzkrise, wurde hierbei ebenfalls von ihm angesprochen. Bei diesen Gesprächen gaben Sie an, die Verluste nicht realisieren zu wollen, weil die Chance auf Kursverbesserung bestand und Sie die weitere Entwicklung abwarten wollten. Sie verwiesen darauf, dass im Zweifelsfall die Werte auf Ihre Erben übergehen werden, die dann von der Erholung profitieren könnten.


Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass die Anlageberatung insgesamt nicht ausschließlich auf Wachstum ausgerichtet war. Von dem geschilderten Sachverhalt können wir ihre Vorwürfe nicht nachvollziehen.



3. Erneuter Brief meines Vaters

Sie schreiben, das Gesprächsergebnis wurde in einem Kapital-Anlage-Check
gespeichert. Diese Wort hörte ich erstmals von meiner Tochter im Sommer
2009, die einen solchen in den Bankakten fand, die bis 2009 von Herrn Marchner
überwiegend in seinem Büro geführt wurden. Dieses Papier hatte ich
vorher nie gesehen. Es ist angesichts meiner Situation logisch, dass ich ein
solches Papier mit bis zu 8-jährigen Laufzeiten nie unterschrieben hätte. Abgesehen
davon, dass ich von einer Risikoklassen-Einteilung der Bankkunden
vor 2009 noch nie etwas gehört hatte, hätte ich von den dort aufgelisteten
Klassen niemals 4 und 5 gewählt. Die Verteilung der Kreuzchen im Kapital-
Anlage-Check ist mir völlig schleierhaft. Die Risikogruppen 4 und 5 hatte ich
schon aus folgendem Grunde sicher nicht gewählt:

Herrn Marchner war seit Beginn 2005 über mein Krebsleiden informiert, wie
auch über andere Einzelheiten meiner persönlichen Situation. Ich habe Herrn
Marchner zu verstehen gegeben, dass ich grundsätzlich keine risikoreichen
Anlagen erwerben will, und auch keine mit Laufzeit länger als drei Jahre.
Diesen Wunsch habe ich auch bei anderen Treffen mit Herrn Marchner immer
wieder geäußert.Weder ein leerer noch ein ausgefüllter Kapital-Anlage-Check
war mir jemals vorgelegt worden. Von einer Fortsetzung irgendeiner Anlagestrategie
bei der Citibank war in unseren Gesprächen nie die Rede.

Da ich Herrn Marchner noch in der Citibank kennenlernte, vertraute ich ihm
nach seinem Wechsel zur Deutschen Bank weiterhin. Herr Marchner hatte bei mir
den Eindruck eines vertrauenswürdigen Experten in Fragen der Geld-Anlage erweckt.
Unsere Gespräche bei zahlreichen Treffen
drehten sich nie um einzelne Papiere. Von deren Namen erfuhr ich erst durch
die Einschätzung des Experten,
(im Folgenden kurz der Experte genannt).
Wir unterhielten uns nur über allgemeine Dinge, z.B.
die Einrichtung von Extra-Konten für meine Pflegerin und jetzige Ehefrau,
meinen Kampf gegen den Krebs, Rückzahlung von Gebühren für Karten,
Immobilien, die beste Autoversicherung, usw.

Wenn in Ihrem Brief gesagt wird, dass Herr Marchner die entsprechenden Anlagen
mit mir besprochen und dann meiner Entscheidung folgend die Order
getätigt hat, so ist das leider absolut unrichtig. Niemals wurde eine einzelne
Order mit Herr Marchner besprochen. Alle Order hat Herr Marchner selbst
ausgesucht und getätigt. Dass ich mit der Deutschen Bank einen schriftlichen
Vermögensverwaltungsvertrag hätte abschließen können, habe ich erst durch
Ihren oben zitierten Brief erfahren.
Bis einschließlich Januar 2009 war in den Gesprächen mit Herrn Marchner
auch niemals von irgendeinem Risiko in den Geldanlagen die Rede. Geldanlagen
liegen völlig außerhalb meiner Interessen. Der Vorschlag Bankgeschäfte
überhaupt zu tätigen kam von Herrn Marchner, und ich willigte erst ein,
nachdem er durch höfliches und zurückhaltendes Verhalten mein Vertrauen
erworben hatte.

Andererseits wurde die negative Entwicklung im Jahre 2008 zuerst in einem
Telefongespräch zu Anfang 2009 von mir angesprochen. Es ist unrichtig dass
Herr Marchner von sich aus auf die negative Entwicklung hinwies. Davon
erfuhr ich vielmehr aus der Presse. Ich war völlig ratlos, nachdem mich Herr
Marchner in einem anschließenden Treffen über die gigantischen Verluste informiert
hatte, hatte allerdings danach noch keine Vorstellung von der gemäß
Experten überwiegend miserablen Qualität der Papiere.
Die Möglichkeit eines Verkaufs wurde zwar erörtert, aber nicht etwa anhand
der einzelnen Papiere. Herr Marchner hat nicht vorgeschlagen, über einzelne
Papiere zu reden. Er wusste natürlich sehr wohl, dass ich ein absoluter
Laie in diesen Dingen bin. Meines Erachtens hätte hier eine Einzelbewertung
durch Herrn Marchner erfolgen und wenigstens die schlimmsten Anlagen
abgestoßen werden müssen, bei denen eine Chance auf Kursverbesserung nicht
bestand.

Bei dem Krisengespräch Anfang 2009 hatte ich wegen meines schlechter werdenden
Gesundheitszustandes auch das Problem der Erbschaft angesprochen,
das jedoch zum Zeitpunkt der Geldanlagen keine Rolle gespielt hatte. Herr
Marchner wusste, dass ich Rücklagen zur Finanzierung meiner teuren Kuren
benötigte, und für andere geplante private Unternehmungen. Vom Erben
war zum Zeitpunkt der Aktienkäufe nie die Rede gewesen. Der Versuch der
Bank, das kommende Erbschafts-Problem zu ihren Gunsten zu nutzen, erscheint
höchst sonderbar.

Ich war erschüttert über die Einschätzung des Depots durch den Experten.
Nur 3 von 27 Positionen werden gut eingeschätzt. Der Rest ist aus den verschiedensten
Gründen wertlos (überteuert, hochspekulativ, undurchsichtig, zu hohe Aufschläge.
Es hat mich überrascht, dass von den 27 Positionen allein 17 der Deutschen
Bank zuzuordnen sind, so dass diese nach Einschätzung des Experten
von meinen Anlagen ausgezeichnet profitiert hat. Besonders erschüttert war
ich über die Einschätzung beiden Stabilitas Fonts und Alpha Express Fonts
durch den Experten, die allein einen hohen Schaden anrichteten.
Ich schlage aus den genannten Gründen einen Vergleich vor. Nur im Falle eines Vergleichs
kann ein Rechtsstreit vermieden werden, an dem niemand interessiert sein
kann.


4. Protokoll des Gespräches zwischen meinem Vater, dem Berater und dem Filialleiter

Sehr geehrte Frau Yvonne Schäfer, (Deutsche-Bank-Management),
leider muss ich Ihnen mitteilen, dass das Gespräch mit dem Leiter der
Deutschen Bankfiliale Herrn Torsten Thöns und Herrn Joachim Marchner negativ verlaufen ist.

Mein Vater eröffnete das Gespräch. Zuerst übergab er Herr Thöns einen
Brief an das Management. Sehr klar brachte mein Vater
zum Ausdruck, dass er mit Herrn Marchner niemals eine tiefergehende und
fachliche Unterhaltung über den Kauf und die Entwicklung der einzelnen Fonds
geführt hat. Den Kauf und das Verwalten überließ er ganz Herrn Marchner,
weil mein Vater sich als Laie begriff, sich auch nicht dafür interessierte
und Herrn Marchner völlig vertraute.

Herr Marchner behauptete jedoch das Gegenteil. Andauernd hätte er mit
meinem Vater darüber gesprochen und sich gekümmert, er benannte sogar
einen Zeugen, der angeblich ein Telefonat mitgehört hatte, das Herr
Marchner mit meinem Vater über den Stand der Fonds geführt haben soll.
Mein Vater war laut Marchner absolut kundig, was die Fonds betraf, was
meinen Vater ziemlich aufgeregt hat. 

Danach wurde das Gespräch von Herr Thöns ohne jeden Anlass unterbrochen:
"Hier stimmt doch etwas nicht. Was wird hier gespielt?
Wird das Gespräch mitgeschnitten? Ich habe das Gefühl, hier läuft ein Tonband."
Das verneinten wir natürlich, aber es befremdete mich schon arg.
Dann setzte er fort "Die Wortwahl Ihres Experten ist unverschämt und
schlimm", obwohl ich mich vorher in meiner Mail wegen der leider etwas
drastischen Wortwahl des unabhängigen Experten entschuldigt hatte.
Aber die Einschätzungen verlieren m.E. dadurch nicht an Gewicht.
Ich konnte nur erwidern, dass wohl der Verlust von so viel Geld eher
als schlimm zu bewerten ist und man Dinge beim Namen nennen sollte.

Überhaupt kann man die Art und Weise von Herrn Thöns nur als Angriff,
Konfrontation und Einschüchterung bezeichnen.
Er hörte kaum zu, unterbrach ständig das Gespräch und unterstellte uns
eine pauschale Verurteilung, was die Deutsche Bank betraf. Er machte
jede sachliche Klärung somit unmöglich.

Mein Vater reagierte verzweifelt und bat Herrn Marchner, doch die
Wahrheit zu sagen. Er betonte, dass er nie diesen sogenannten
Kapital-Anlage-Check gesehen hat und nicht einmal den Namen vorher gehört
hatte. Er erklärte ferner, dass er ein so hohes Risiko niemals eingehen
wollte, insbesondere nicht die lange Laufzeit von 8 Jahren, weil er
krank war und Herrn Marchner über die Krebserkrankung zu Beginn 2005
informiert hatte.

Herr Marchner meinte, dass schon zu Citibank-Zeiten Wachstum das Ziel war
und das gesamte Depot zur Deutschen Bank mitgenommen wurde und eben auch
diese Vereinbarung mit dieser Risikoklasse 5.
Mein Vater sagte, dass er noch nicht einmal wusste, dass es
Risikoklassen gibt.
Ich fragte nach den willkürlich gesetzten Kreuzen auf dem
Kapital-Anlage-Check, erhielt aber keine Antwort.

Herr Marchner bemerkte nur, dass dieses Dokument meinem Vater vorgelegt
wurde und es auch keiner Unterschrift von meinem Vater bedurfte.
Ich fragte nach den Notizen, die sich Herr Marchner von den Gesprächen
mit meinem Vater gemacht hatte, diese verweigerte mir aber Herr Marchner
erneut, das sei eine interne Angelegenheit der Bank.
Im Klartext sehe ich das so, dass die Bank keine Beweise vorlegen will,
so steht Aussage gegen Aussage.

Herr Marchner redete zudem noch von einigen Fonds, ich muss aber feststellen,
dass Herr Marchner dabei für mich völlig unverständlich bleibt,
seine Art der Analyse kann ich im Sinn absolut nicht nachvollziehen.
Ebenso war mein Vater nicht in der Lage, die Komplexität der Fonds zu begreifen.
Ich erwähnte noch die Stopp-Loss-Strategie, also die Verlustbegrenzung durch den Verkauf.
Herr Thöns erklärte meinem Vater, dass bei einem Verkauf,
wenn der Fonds 10% ins Minus rutscht und dann wieder steigt, ebenfalls der Bank Vorwürfe gemacht werden.
Angesichts der hohen Verluste, fand ich dies Erklärung doch reichlich unpassend.

Ich sagte, dass schon allein die Tatsache, dass die meisten Fonds so
angelegt waren, dass die Bank gut daran verdient, 17 Produkte von 27
einen direkten Bezug zur Deutschen Bank haben, auch die hohen
Ausgabe-Aufschläge und Provisionen darauf hindeuten, dass allein Herr
Marchner die Fonds ausgesucht haben muss und nicht mein Vater, ebenso
die Tatsache, dass es sich au ausschließlich nur um teure, aktiv
gemanagte Fonds handelt. Herr Thöns meinte, dass das normal sei, jede
Bank würde das machen.

Schon diese Aussage belegt, dass es Herr Marchner war, der alles so
verwaltete, dass es der Bank zugute kommt. Ich warf ein (diese Einwände
entnahm ich den zahlreichen Stellungnahmen meines unabhängigen Experten),
dass es sich vermutlich um eine Summe von 10 000 bis 15 000 Euro
handeln muss, die die Bank durch das Verkaufen der Fonds an meinen Vater verdient hat,
darauf erhielt ich keine Antwort.
Ebenso nicht darauf, dass, wenn mein Vater ein Sachkundiger gewesen
wäre, er doch sicher nicht so teure und riskante Fonds gekauft hätte,
zudem hätte er eine Direktbank wählen können oder einen Broker, der nach
den Anweisungen meines Vater gehandelt hätte.

Ich verwies auf die hochriskanten Fonds im Depot, die mein Experte
analysiert hat. Es wurde von Herr Thöns bestritten, dass es hochriskante
Fonds sind. Außerdem sei die Einschätzung meines Experten eine rein persönliche.
Ich ergänzte, dass aber auch andere unabhängige Analysehäuser das ganz
ähnlich sehen. Auch das wurde von Herrn Thöns bestritten. Die Produkte
im Depot seien von guter Qualität. Dann fragte ich, wie es zu so hohen Verlusten
kommen konnte. Herr Thöns meinte, dass es auch Gewinne gab und die Fonds zu
verschiedenen Zeiten anders eingeschätzt werden.

Ich ergänzte, dass in den Medien von Falschberatung durch die
Deutsche Bank reichlich zu lesen war.
Wieder verneinte Herr Thöns diesen Fakt, das seien Anschuldigungen, die
nicht der Wahrheit entsprächen, außerdem kann man die Medien nicht ernst
nehmen. Er behauptete, die Deutsche Bank sei oft gut besprochen worden.

Immer wieder fiel mir Herr Thöns ins Wort, verhielt sich arrogant und
überlegen und er unterstellte mir, dass ich allein den Zweck verfolge,
die Bank angreifen zu wollen. Umso unverschämter war seine mehrfach
wiederholte Aussage, wie sehr es ihm um das Wohl der Kunden geht.
Davon war absolut nichts zu merken. Im Gegenteil, als die Finanzkrise
zur Sprache kam, sagte Herr Thöns, dass mein Vater selbst verantwortlich
sei für die Verluste, er hätte sich darum kümmern müssen.

Ich halte fest, ein krebskranker, alter Mann soll sich selbst um die
Papiere kümmern und der Berater schaut zu und lässt alles ins Minus
rutschen, das ist der blanke Hohn.
Ich legte noch zwei Charts vor, die schon vor der Finanzkrise abgestürzt
waren, die Stabilitas-Fonds.
Auch dafür sei allein mein Vater verantwortlich, dass er nichts
unternommen hat, war die Antwort von Herrn Thöns.
Mein Vater sagte, dass Herr Marchner ihm während der Finanzkrise geraten hatte,
alle Fonds zu behalten und dass sie sich erholen würden. Dass Herr Marchner diesen Rat
gab, hat er selbst bestätigt. Leider vertraute mein Vater auch auf diese Einschätzungen.

Dass Herr Marchner versagt haben könnte, wurde von Herrn Thöns bestritten.
Herr Marchner sagte kaum noch etwas, auch nichts dazu, dass mit Beginn der
Finanzkrise nichts von ihm aus unternommen wurde.
Herr Thöns ergriff immer wieder das Wort, dass mein Vater mit seinen
Kenntnissen allein hätte handeln können.

Wie gesagt, die Analyse meines Experten wurde als unqualifiziert abgewiesen.
Zwei sogenannte Fehler meines Experten wurden von Herrn Thöns besonders hervorgehoben.
Erstens sagte er, dass die Alpha Express Zertifikate 2012 zu 100%
garantiert ausgezahlt werden. Zweitens, dass der Allegro-Fonds noch 8%
mehr bekommt. Das entspricht anscheinend nicht der Wahrheit, denn mein
Experte schreibt nunmehr dazu:

"Es so darzustellen, als ob die Alpha Express Zertifikate garantiert zu
100 % ausbezahlt werden, ist gelogen.
Diese Auszahlung von 100% erfolgt nur(!), wenn eine bestimmte Barriere
nicht unterschritten wird. Bei dem EuroStoxx-Alpha-Express-Zertifikat
sind knapp 60% dieser Sicherheitsbarriere bereits aufgebraucht, obwohl
das Produkt noch eine Restlaufzeit von mehr als 2 Jahren hat. Beim
Dax-Alpha-Express-Zertifikat ist nach noch nicht mal 40% der Laufzeit
bereits knapp die Hälfte des Sicherheitspuffers aufgebraucht.
Wenn dein Vater Glück hat, werden diese Barrieren nicht unterschritten
und er erhält zum Schluss sein Geld zurück (was aufgrund der Gebühren
von 1,5%, die die Bank kassiert hat, bedeutet, dass er immer noch einen
Verlust erzielt). Wenn er Pech hat und die Sicherheitsbarrieren werden
zum Ende der Laufzeit gerissen, muss er ein sehr hohes Minus hinnehmen.
Wenn Allegro noch 8% dazu zahlt, sehe ich beim besten Willen nicht, wo
ein Fehler in meiner Aussage liegt. Ich hatte von "nennenswerten
Kursgewinnen" gesprochen. 8% über einen Zeitraum von mehreren Jahren
sind keine nennenswerten Kursgewinne, das ist Tagesgeld-Niveau. Dafür
muss man kein teures Investmentprodukt kaufen, an dem die Bank etwas
verdient."

Wieder ist eine Aussage der Angestellten der Deutschen Bank nicht
wirklich richtig. Leider muss ich abschließend feststellen, dass Herr
Marchner die wesentlichen Vorwürfe abgestritten und gelogen hat und er
und Herr Thöns kein Interesse an einer Einigung gezeigt haben. Dieses
Gespräch hat nichts gebracht, es war in keinster Weise konstruktiv.
Zwei Stunden, die nahezu völlig umsonst waren.
Und es fiel auch kein Wort des Bedauerns auf Seiten Ihrer Mitarbeiter
wegen der hohen Verluste, die mein Vater erlitten hat.

Vor allem das Verhalten von Herrn Thöns muss ich als destruktiv und
untergrabend beurteilen, jemand, der nicht wirklich zuhört, sondern
alles dominiert und keinen Widerspruch zulässt.
Ich hatte gehofft, dass man sich in Ruhe und mit Besonnenheit
unterhalten kann und dass es ein Ergebnis gibt.
Herr Thöns hatte zwar am Anfang gesagt, dass er nicht befugt ist, eine
konkrete finanzielle Einigung zu erwirken, ich frage mich jedoch,
wozu mein Vater und ich eine solche Zumutung ertragen mussten,
abgesehen davon, dass mein Vater einen hohen Verlust zu
verkraften hat.

Ich vermute, dass dieses Gespräch von Anfang an nicht zu einer Einigung
führen sollte, sondern dazu diente, meinen Vater einzuschüchtern und
herauszufinden, ob mein Vater in der Lage ist, gegen die Deutsche Bank
wegen der Falschberatung vorzugehen.
Ich bin mehr als enttäuscht über die mangelnde Integrität Ihrer
Mitarbeiter, die Behauptungen aufstellen, die nicht der Wahrheit
entsprechen. Ich hoffe, dass die Strategie, die Herr Thöns an den Tag gelegt hat,
nicht auch die grundsätzliche der Bank ist und dass das Management eine
faire Entscheidung trifft.

Mein Vater hat in seinem Brief nochmals erläutert, was er von der
Deutschen Bank erwartet. Seine einzige Mitschuld ist sein Vertrauen
in Herrn Marchner. Das Ganze ist so nicht hinnehmbar.


5. Einschätzungen des unabhängigen Experten

Bis auf wenige Ausnahmen können die im Depot enthaltenen Wertpapiere bei
genauerer Betrachtung nicht überzeugen, weil sie entweder von der Wertentwicklung
her aufgrund eines schlechten Fondsmanagements höchstens durchschnittlich sind
oder trotz eines akzeptablen bis guten Fondsmanagements einfach zu riskant sind.
Erstklassige Fonds, die über Jahre oder Jahrzehnte hinweg überzeugt haben, sind
im Depot leider kaum vorhanden.

Teilweise wurden Fonds aus Branchen oder Regionen erworben, die in der
Finanzwelt temporär einen Hype erfuhren (Beispiel: BRIC) ohne dass nach dem
Abflauen des Hypes die Papiere aus dem Portfolio entfernt wurden, was zu Verlusten
führte.
Negativ fällt der hohe Anteil von DWS-Produkten auf.
Sollten Ausgabeaufschläge beim Erwerb fällig geworden sein, dürfte es sich dabei
um erhebliche Beträge handeln. Ein Großteil der Ausgabeaufschläge fließt im
Regelfall als Provision an die Bank.

Zusätzlich dürften Vertriebsfolgeprovisionen für die Bank angefallen sein. Bei einigen
Fonds lässt sich die Zahl direkt entnehmen, während es bei anderen so ist, dass man
anhand der zu wenig aufgeschlüsselten Gebühren nicht für jedes Produkt genau
beziffern kann, ob es Vertriebsfolgeprovisionen gibt und wenn ja, auf welchen
prozentualen Anteil sich diese genau belaufen.

Es ist für mich verwunderlich, dass keine "Stop-Loss"-Marken oder ähnliches gesetzt
wurden, um die Verluste bei manchen Produkten zu begrenzen. "Stop-Loss"-Marken
sind ein Grundbestandteil jedes vernünftigen Investmentansatzes. William O'Neill
sagte völlig zurecht, dass ein Großteil der Kunst des Börsenerfolgs darin liegt,
möglichst wenig zu verlieren, wenn man ab und zu einmal falsch liegt.

Selbstverständlich kann man gelegentlich falsch liegen, nur dies darf eben nicht dazu
führen, dass man im Verlustfalle prozentuale Rückgänge von 30, 40 oder noch mehr
Prozent verzeichnet, weil sich diese nur sehr schwer wieder aufholen lassen.
Grundsätzlich sollte man meiner Erfahrung nach bei keiner Position Verluste von
mehr als 10 % akzeptieren (und dies sollte schon das Maximum darstellen).

Einen Verlust von 10 % kann man durch einen Gewinn von 11 % verhältnismäßig
leicht wieder ausgleichen. Wenn man erstmal 50 % des Kapitals verloren hat,
benötigt man anschließend einen ungleich schwerer zu erreichenden Gewinn von
100 %, um überhaupt wieder auf dem Ausgangsniveau anzukommen.

Bei manchen der Fonds (z.B. den beiden Stabilitas-Fonds) ist das Minus so groß,
dass es viele Jahre dauern dürfte, bis sie wieder ihr Kaufniveau erreichen.
Negativ zu werten ist, dass sich kaum passiv gemanagte Indexfonds im Depot
befinden.

Es ist bekannt, dass der aktive Investmentansatz (ein teuer bezahlter Fondsmanager
wählt Aktien oder Anleihen aus, um auf diese Weise den Vergleichsindex und
Konkurrenzprodukte von der Wertentwicklung her zu übertreffen) der passiven
Investmentphilosophie (der Versuch den Index zu übertreffen wird aufgrund der
"Hypothese der effizienten Märkte" als sinnlos zurückgewiesen, weshalb lediglich
passiv ein Index nachgebildet wird) statistisch in den allermeisten Fällen unterlegen
ist.

Neben der in den meisten Fällen im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds besseren
Wertentwicklung von passiven Indexfonds sind letztere für den Anleger auch deutlich
günstiger, was den Erwerb und die laufenden Kosten betrifft.

Meiner Einschätzung nach würde es selbst bei einer sehr positiven Entwicklung der
Kapitalmärkte mehrere Jahre dauern, bis die entstandenen Verluste wieder
vollständig ausgeglichen sind. Ein dauerhaftes Festhalten an den im Depot
befindlichen Fonds ist (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) meiner Einschätzung
nach bei den meisten der Produkte aufgrund der mangelnden Qualität der
erworbenen Fonds nicht wirklich zu empfehlen.

Eine temporäre Erholung der Kapitalmärkte kann dazu genutzt werden, aus den
meisten der Fonds auszusteigen und stattdessen bessere und günstigere Produkte
zu erwerben.

Weiterhin ist es ratsam, den Risikograd des Depots im Sinne einer konservativeren
Ausrichtung im allgemeinen zu reduzieren und zusätzlich zukünftig mit klaren, eng
gesetzten Verlustbegrenzungen (Stop-Loss-Marken) zu arbeiten, wobei sich für
diesen Fall kostengünstige Indexfonds anbieten würden, da bei diesen im Falle eines
direkten Erwerbs über die Börse keine Ausgabeaufschläge, sondern lediglich
normale Ordergebühren anfallen.

Die Aussage der Deutschen Bank, dein Vater hätte Ahnung von Geldangelegenheiten ist absurd.
Kein Mensch, der Ahnung von Geldgeschäften hat und noch ganz bei Trost ist, würde so agieren, wie es im Falle des Portfolios deines Vaters geschehen ist.
Halten wir mal fest:

1. Von 27 Wertpapierpositionen im Depot haben 17 einen direkten Bezug zur Deutschen Bank, d.h. es handelt sich um reichlich teure Produkte (Fonds, Zertifikate etc.), die von Tochtergesellschaften der Deutschen Bank emittiert wurden. Ein überproportional hoher Anteil von Produkten genau der Bank (welch Wunder aber auch), bei der der Kunde sein Depot hat, ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass es eben nicht der Kunde war, der die Positionen ausgewählt hat, sondern der Bankberater, dessen Ziel es bei der Auswahl war, möglichst viel Geld im eigenen Hause zu behalten.

2. Bei den Positionen, die keinen direkten Bezug zur Deutschen Bank haben, handelt es zu nicht unerheblichem Anteil um Produkte, die völlig überteuert sind und der Bank möglichst hohe Provisionen bringen und die sich kein kundiger Anleger, der noch ganz bei Trost ist, selbst für sein Depot aussuchen würde. Getreu dem Motto: wenn ich das Geld nicht im eigenen Haus halte, sorge ich dafür, dass wir den Kunden über die Gebühren zumindest ordentlich abkassieren. Ein Beispiel dafür wäre dieser unsägliche Fidelity-Fonds, der einen für Rentenfonds unverschämt hohen Ausgabeaufschlag von 3,50 % beinhaltet (der natürlich komplett an die Bank fließt) und zudem über eine Performance verfügt, die einfach nur scheiße ist. Kein Anleger, der Ahnung hat, würde sich freiwillig so einen teuren Dreck ins Depot legen. Ein anderes Beispiel wäre der Morgan-Stanley-Asian-Property-Fonds mit einem übermäßig hohen Ausgabeaufschlag von 5,75 %. Solche Gebühren sind viel zu hoch. Von anderen Fonds im Depot deines Vaters wie z.B. diesem beschissenen Stabilitas Gold+Resourcen mit seinen lächerlich hohen Gebühren erst gar nicht zu reden.

3. Ein Anleger, der Ahnung hat, sucht sich erst gar keine Filialbank mit einem Berater, der für sein drittklassiges Verkaufsgespräch satte Gebühren für die Bank einsackt, sondern er sucht sich eine Direktbank ohne jegliche Beratung, die einfach nur seine Orders ausführt, eben weil diese Möglichkeit deutlich günstiger ist. Oder er eröffnet direkt einen Account bei einem richtigen Broker, dem er seine Orders durchgibt. Jemand, der Ahnung hat, geht definitiv nicht zur Deutschen Bank und lässt sich von einer dieser Nulpen dort "beraten".

4. Ein Anleger, der Ahnung hat, würde sich z.B. eine Reihe ETFs ins Depot legen und auf teure aktiv gemanagte Fonds (von Ausnahmen abgesehen) am besten nahezu komplett verzichten. ETFs sind günstiger und haben in mindestens 90 % aller Fälle eine bessere Performance als teure aktiv gemanagte Fonds. Findet sich im Depot deines Vaters auch nur ein einziger ETF? Nein. Bei den Fonds, die sich im Depot deines Vaters befinden, handelt es sich ausschließlich um teure aktiv gemanagte Fonds. Die Art, in der das Portfolio deines Vaters zusammengestellt wurde, dient einzig und allein der Bank und eben nicht dem Kunden. Wenn dein Vater Ahnung hätte, würde er eben genau so nicht agieren.

5. Ein Anleger, der Ahnung hat, würde wenn er überhaupt ausnahmsweise einen aktiv gemanagten Fonds kaufen würde, diesen direkt über den normalen Börsenhandel kaufen und nicht wie dein Vater über die Bank und die Fondsgesellschaft inklusive Ausgabeaufschlag für die Bank etc. Das ist viel zu teuer und dient nur der Bank.
Das waren nur einige von etlichen anderen Punkten, die zeigen, dass jemand, der Ahnung hat, sich niemals so ein Portfolio zusammenstellen würde.

Wenn dein Vater Ahnung hätte, hätte er sich doch nie im Leben diesen zweitklassigen Micky-Maus-Fonds namens DWS Deutsche Aktien 130/30 ins Depot gelegt. Kein Anleger der Ahnung hat kauft einen Fonds, der neu am Markt ist, zweitklassige Ergebnisse liefert und ein lächerlich geringes Fondsvolumen hat. Wenn sich so ein Produkt in das Depot eines Kunden verirrt, war es der Berater, der dem ahnungslosen Kunden diesen Fonds aufgeschwatzt hat. Der Berater seinerseits hat von oben die Order bekommen, diesen Fonds aufgrund seines geringen Volumens in möglichst vielen Kundenportfolios unterzubringen, damit es der Fondsgesellschaft (die natürlich auch zur Deutschen Bank gehört) möglich ist, soviel an Fondsvolumen zu generieren, dass das Management des Fonds aus Sicht der Fondsgesellschaft wirtschaftlich einträglich ist

Grob überschlagen hat der Berater der Deutschen Bank hohe Verluste produziert.
Ein Fonds (der DWS Deutsche Aktien 130/30) wurde in der Zwischenzeit dicht gemacht und wegen Erfolglosigkeit mit einem anderen Fonds verschmolzen.
Ein anderer Fonds (Stabilitas Uran+Energie) wurde vor 5 Monaten geschlossen, d.h. der Fonds existiert weiterhin, aber Anleger, die wie dein Vater investert sind, kommen auf unbestimmte Zeit nicht mehr an ihr Geld, d.h. ein Verkauf der Anteile ist aktuell nicht möglich (das Geld ist also "eingefroren"). Aktuelle Kurse gibt es somit zu diesem Stabilitas-Fonds gar nicht mehr, da es sich wie gesagt aktuell um ein geschlossenes Produkt handelt.

Hier ist die Begründung für die Schließung:
"Die Verwaltungsgesellschaft sei aufgrund der Informationslage aktuell nicht in der Lage, eine ordnungsgemäße Berechnung der nicht notierten Wertpapiere gemäß der neuen geltenden Bewertungsvorschriften vorzunehmen. Wegen des hohen Anteils nicht notierter Wertpapiere in dem Teilfonds STABILITAS - URAN + ENERGIE komme es dazu, dass in der Folge der Anteilwert des gesamten Teilfonds ebenfalls nicht ordnungsgemäß bewertet werden könne. Unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger sehe sich deshalb der Verwaltungsrat der Verwaltungsgesellschaft verpflichtet, die Anteilwertberechnung des Teilfonds STABILITAS - URAN + ENERGIE ab sofort bis auf weiteres auszusetzen. Die Anteilwertberechnung werde so lange ausgesetzt, bis die in dem Teilfonds befindlichen nicht notierten Wertpapiere nach Treu und Glauben auf der Grundlage des wahrscheinlich erreichbaren Verkaufswertes bewertet werden könnten. Über die Wiederaufnahme der Anteilrücknahme werde informiert."

Wie lange diese Phase andauert, ist schwer zu sagen. Rein theoretisch kann ein Fonds jahrelang geschlossen bleiben.
In diesem Stabilitas-Fonds hat der Berater einige tausend Euro versemmelt.
In den beiden hochriskanten Alpha-Express-Zertifikaten gibt es ebenfalls hoheVerluste.
Wenn man alle Anlagebereiche getrennt betrachtet, hat der Berater es lediglich bei den Rentenfonds geschafft, Gewinne zu erwirtschaften. Und das auch nur, weil ihn dort der DWS Optirent Medium rausreißt. Ohne den wäre die Bilanz bei den Rentenfonds ebenfalls negativ.


Am besten fragst du diesen Bank-Menschen auch noch folgendes:

1. Warum hat er ausschließlich aktiv gemanagte Fonds ausgewählt, obwohl diese sehr teuer sind? Auf passive ETFs (also börsengehandelte Indexfonds) hat er hingegen völlig verzichtet, obwohl diese für den Anleger deutlich günstiger sind und in 90 % der Fälle bessere Ergebnisse abliefern als aktiv gemanagte Fonds. In diesem Zusammenhang kannst du auf den DWS Gold Plus verweisen, den er deinem Vater ins Depot gelegt hat. Seit dem Kauf hat der Fonds 10 % gewonnen. Klingt im ersten Moment ok. Wenn man jedoch sieht, dass der Goldpreis in der gleichen Zeit um mehr als ein Drittel gestiegen sind und man diese Kursbewegung mit einem simplen und kostengünstigen ETF komplett hätte mitmachen können, sehen die 10 % Plus, die der aktiv gemanagte DWS Gold Plus erzielt hat, sehr mickrig aus.

2. Frag ihn, warum er deinem Vater so viele Aktienfonds ins Depot gelegt hat, von denen sich die meisten auf sehr riskante Nischensegmente beziehen und ob er diese Vorgehensweise in Anbetracht des fortgeschrittenen Alters deines Vaters für richtig hält? Frag ihn, was ihn z.B. genau bewogen hat, deinem Vater einen Fonds für ostasiatische Immobilienaktien ins Depot zu legen, der nicht nur naturgemäß sehr riskant ist, sondern mit dem er deinem Vater auch noch einem Währungsrisiko ausgesetzt hat (von dem viel zu hohen Ausgabeaufschlag von 5,75 % für einen nur durchschnittlichen Fonds mal ganz zu schweigen).

3. Frag ihn, was ihn genau bewogen hat, den DWS Deutsche Aktien 130/30 zu kaufen. Der Fonds war zum Kaufzeitpunkt frisch auf den Markt gekommen, es gab also keine Erfolge oder Auszeichnungen aus der Vergangenheit, die den Kauf rechtfertigen konnten? Frag ihn, ob der Kauf darauf zurückzuführen ist, dass er möglichst viele Gelder in einem neuen Produkt seiner eigenen Bank platzieren wollte/sollte.

4. Frag ihn, was ihn dazu bewogen hat, diese schrottigen Stabilitas-Fonds zu kaufen und ihnen anschließend seelenruhig dabei zuzugucken, wie sie nach dem Kauf 70 bis 80 % ins Minus gelaufen sind. Frag ihn, ob er es für professionell hält, tatenlos dabei zuzugucken, wie diese Fonds auf einen Totalverlust zulaufen und ob zu einer professionellen Anlagestrategie nicht auch eine Verlustbegrenzung getreu dem Motto "Vor der Gewinnmaximierung steht die Verlustminimierung" gehört.

5. Frag ihn, ob die Tatsache dass er deinem Vater diese teilweise sehr speziellen Aktienfonds verkauft hat, damit zu tun hat, dass die Bank am Verkauf eines Aktienfonds 5 % an Provision verdient, während es bei einem Rentenfonds nur 2 % sind, so dass man bei Banken automatisch dazu neigt, auch älteren Kunden riskantere Produkte (die nicht mehr zu ihnen passen) zu verkaufen, eben weil die Bank damit höhere Provisionen kassieren kann.

Du kannst den Deutsche-Bank-Menschen auch fragen, wie er sich diesen merkwürdig ausgefüllten Wertpapierhandelsbogen erklärt, bei dem sich auf der ersten Seite sämtliche Kreuze in der Mitte befinden. Das sieht doch ein Blinder, dass der von ihm völlig willkürlich ausgefüllt wurde. Kein Mensch fängt gleichzeitig an, sich mit extrem leicht verständlichen Papieren (Risikoklasse 1) auf der einen Seite und teilweise extrem komplizierten Anlageprodukten (Risikoklasse 4+5) auf der anderen Seite zu befassen. Bezogen auf die Mathematik wäre das zum Beispiel so, als wenn jemand gleichzeitig sowohl die 4 Grundrechenarten als auch bestimmte Verfahren der höheren Mathematik lernen würde.

Außerdem kannst du ihn fragen, wie er auf die Schnapsidee gekommen ist, einen Mann im Alter deines Vaters auf Seite 2 des Wertpapierhandelsbogens ernsthaft in das Anlageziel "Wachstum" mit einem indikativen Anteil von 75 % an Aktien und ähnlichen Anlagen einzuteilen.  Passend wären für deinen Vater in Anbetracht seines Alters die Stufen 1 (Sicherheit) oder 2 (Einkommen). Selbst die Stufe 3 (Balance) wäre in Anbetracht des Alters deines Vaters schon zu hoch gewesen. Ihn in die Stufe 4 mit einem solch hohen Aktienanteil kombiniert mit einer maximalen Risikoklasse 5 einzuteilen, ist in Anbetracht des Alters deines Vaters unverantwortlich.

 

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